Ein Team - die Natur, die Biene, der Mensch

Die Bienen sind faszinierende Lebewesen, die für die Landwirtschaft als Bestäuber unverzichtbar sind. Sie sind seit Jahrtausenden eines der wichtigsten Nutztiere.
Wie schon Albert Einstein gesagt haben soll:
"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben."
Mittels der Biene konnten wir unsere Ernteerträge erheblich steigern. Und auch der Artenreichtum in der Natur wird durch die Biene erhalten und gefördert.

Auf die Hygiene und Sauberkeit bei der Bienenhaltung wie auch bei der Honigproduktion legen wir großen Wert.
Bei unseren Bienen verzichten wir ausdrücklich auf den Einsatz von Medikamenten zur Bekämpfung von Krankheiten und Parasiten, wie der Varroa - Milbe.
Unsere Bienen werden außerhalb der Honigernte mit natürlichen und organischen Säuren, wie der Ameisen- und Oxalsäure, behandelt. Diese Säuren kommen auch in der Natur vor, bauen sich natürlich ab und hinterlassen keine Rückstände in Wachs und Honig.
Auch auf die Qualität und Reinheit unseres Wachses achten wir besonders. Einen großen Teil unseres Wachses produzieren unsere Bienen. Wachs, das wir zukaufen, beziehen wir von einem regionalen Öko-zertifizierten Bio-Betrieb. Wir haben unseren eigenen Wachskreislauf, d.h. die Waben, die wir entnehmen, schmelzen wir im eigenen Wachsschmelzer ein, gießen daraus neue Mittelwände und führen sie dem Bienenvolk wieder zu.
Der Verzehr von Honig aus heimischer Region kann Allergien positiv beeinflussen, da der im Honig enthaltene Pollen das Immunsystem mit dem Allergen vertraut machen kann und daher die allergischen Reaktionen abgeschwächt werden können. Im Honig aus heimischer Region befindet sich, die in dieser Gegend vorhandenen Pollen in geringer Menge, welches für eine Desensibilisierung wichtig ist.

Zusammensetzung Honig 
Im Honig sind insgesamt ca. 180 verschieden Substanzen nachgewiesen worden.
Im Wesentlichen sind das: Fruchtzucker, Traubenzucker, Wasser, Mehrfachzucker, die Vitamine B1, B2, B6, C, H, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Kupfer, Eisen, Natrium, Magnesium, Phosphor, Zink und weitere Spurenelemente, Aminosäuren, organische Säuren, Enzyme, Aromastoffe, Pollen…
Je nach Honigsorte variieren die Inhaltstoffe.

Was tun, wenn der Honig steinhart wird….
Das Festwerden des Honigs wird kandieren genannt. Ob ein Honig schnell oder langsam fest wird, hängt davon ab, wie die Zuckerzusammensetzung im Honig ist, d.h. wieviel Frucht- bzw. Traubenzucker in ihm enthalten ist. Diese beiden natürlichen Zucker variieren mengenmäßig je nach Honigsorte. Bei hohem Traubenzuckeranteil wird der Honig sehr schnell fest, oft schon nach zwei, drei Wochen. Der Traubenzucker bildet dabei Kristalle und dies bewirkt das Festwerden. Das Kandieren des Honigs ist ein Zeichen, dass es sich um einen echten, nicht erhitzten Honig handelt. Es gibt aber auch Sorten, die lange flüssig bleiben, wie z. B. der reine Lindenhonig oder der Waldhonig. Rapshonig dagegen wird sehr schnell fest, ebenso die meisten Blütenhonige.
Will man einen festen Honig wieder flüssig machen, stellt man ihn einfach in ein warmes Wasserbad. Dabei sollte man aber darauf achten, dass er nicht über 40 Grad erhitzt wird, da sonst die wertvollen Bestandteile des Honigs verloren gehen.

Cremiger Honig
Um das Kandieren des Honigs zu vermeiden wird unser Blütenhonig nach dem Schleudern gerührt. Beim Rühren wird die Kristallstruktur immer wieder zerstört. Das Rühren wird konsequent mehrmals am Tag über mehrere Tage durchgeführt. Das Ergebnis ist ein feiner streichfähiger Honig, der nicht mehr hart wird.


Kein Honig an Säuglinge
Für Kinder unter 12 Monaten kann Honig gefährlich sein, daher kein Süßen mit Honig. Es kann zu einer Krankheit der sogenannten Säuglingsbotulismus kommen. Bei dieser Krankheit infiziert sich der Säuglingsdarm mit dem Bakterium Clostridium botulinum. Die Sporen können im Darm des Säuglings auskeimen und ein muskellähmendes Gift produzieren. Da die Darmflora bei einem Baby noch nicht so weit entwickelt ist, können diese Bakterien noch nicht in Schach gehalten werden. 
Bei Kindern über einem Jahr und Erwachsenen ist Honig hingegen völlig unbedenklich, weil eine stabile Darmflora eine Auskeimung der Sporen verhindert.

Blütenhonig
Der Blütenhonig ist dunkelgelb bis hellbraun und besteht aus einer Mischung von verschiedenen Sorten, gewonnen aus zahlreichen Trachtpflanzen.
Er ist wohltuend und kann bei zahlreichen Beschwerden, wie z.B. Erkältungen, allgemeine körperliche Schwäche oder Leberbeschwerden für Linderung sogen.

Blütenhonig cremig
Dieser Blütenhonig unterscheidet sich vom Blütenhonig lediglich im Herstellungsverfahren. Er wird mehrere Tage lang cremig gerührt, bis er seine feste Konsistenz erhält.

Waldhonig
Der Waldhonig ist kräftig-würzig und braun bis dunkelbraun. Waldhonig wird gewonnen aus Honigtau – einer klebrig-süßen Ausscheidung von Läusen. Er kann zur Linderung bei Husten, Erkältungen oder Erkrankungen der Atemwege aber auch als Stärkungsmittel des Immunsystems angewendet werden.

Waldblütenhonig
Der Waldblütenhonig ist dunkelgelb ist hellbraun. Er wird von am Waldrand und im lichten Unterholz wachsenden blühenden Sträuchern, wie z.B. der Himbeere oder der Brombeere gewonnen.
Der Waldblütenhonig ist auch zur Linderung von Mund- und Halsentzündungen sowie bei Verstopfung geeignet.

Sommerblütenhonig
Der Sommerblütenhonig ist ein typischer Blütenhonig, der sich eher aus Baumblühern wie z.B. der Linde und deren Honigtau zusammensetzt.

Rapshonig
Ein milder, fein-süßer und leicht aromatischer Honig mit hohem Traubenzuckeranteil.
Rapshonig kristallisiert schnell und wird dadurch fast weiß und hart.
Dieser Honig wirkt entspannend und lindert Beschwerden. In der Volksmedizin wird er bei Herzkrankheiten empfohlen und bei der Therapie von Leber- und Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Honig 3er-Set
Wählen sie drei verschiedene Sorten unseres Sortiments nach ihren eigenen Wünschen aus.
Dieses Set eignet sich gut als Ergänzung in einem Geschenkkorb oder auch als Geschenk.

Der Bienenstaat
Ein Bienenvolk verfügt über eine hochkomplexe Sozialstruktur, in der Aufgaben und Pflichten jeder einzelnen Biene klar definiert sind.

Die Königin
Die Königin ist im Gegensatz zu den Arbeiterinnen etwa um die Hälfte größer und an ihrem langen Hinterleib zu erkennen. Sie ist das einzige voll ausgebildete Weibchen im Bienenstaat und stellt sozusagen die Mutter des Stocks dar. Durch die Abgabe eines bestimmten Pheromons, der sogenannten Königinnensubstanz, wird bei den weiblichen Arbeiterinnen die Funktion der Ovarien, der Eierstöcke, unterdrückt. Damit ist die Königin für die Eierproduktion im Stock verantwortlich. Die Königin kann am Tag bis zu 2000 Eier produzieren. 
Die Königin bildet Pheromone, die sie an alle Arbeiterinnen weitergibt. Wird dieser Stoff nicht mehr in ausreichendem Maße im Volk verteilt – sei es, dass die Königin zu alt ist oder im Frühjahr einfach zu viele Bienen im Stock sind, so schwindet die Harmonie und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Volk. Der Schwarmtrieb kann sich im Volk bemerkbar machen. Versiegt der Strom der Königinnensubstanz ganz, weil die Königin z. B. verloren ging, so dauert es nur sehr kurze Zeit, bis es im Volk jede Biene weiß. Sofort versuchen die Arbeiterinnen eine neue Königin nachzuschaffen. Ist das aber nicht möglich, da sich keine offene Brut im Volk befindet, so entwickeln sich allmählich die verkümmerten und nur spärlich vorhandenen Eierstöcke einiger Arbeiterinnen und sie beginnen Eier zu legen. Das ist aber leider nicht die Rettung für das Volk, da die Arbeiterinnen nur unbesamte Eier legen können und aus diesen können nur Drohnen entstehen. Das Volk ist somit ´drohnenbrütig´.

Die Arbeiterinnen
Sie haben im Gegensatz zur Königin, die einige Jahre leben kann, eine wesentlich kürzere Lebenserwartung. Dabei unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterbienen. Die Sommerbiene lebt ca. 4 – 6 Wochen, die Winterbiene mehrere Monate. Im Hochsommer befinden sich bis zu 45.000 Bienen in einem Volk. Im Winter sind es dagegen nur 10 bis 15.000.
Die Arbeiterinnen haben nur verkümmerte Eierstöcke. Zu Beginn ihres Lebens bestehen ihre Aufgaben darin, die Königin zu füttern und zu pflegen. Im frühen Stadium ihres Lebens sind sie hohen Konzentrationen der Königinnensubstanz ausgesetzt, welche den Nebeneffekt hat, Aggressionen untereinander zu unterdrücken, was sie zu willigen Erfüllungsgehilfen macht. In den ersten Lebenswochen beweisen sich die Arbeiterinnen als wahre Baumeister der Natur, indem sie zum Ausbau der Waben beitragen. Die Mitte ihrer Lebensphase verbringen die Arbeiterinnen als Amme und sind für die Aufzucht der Larven zuständig. Mit zunehmendem Alter der Bienen sind sie für die Nahrungssuche zuständig.

Die Drohnen
Zwischen April und Juli entstehen aus unbefruchteten Eiern im Bienenstock zwischen 500 und 2000 männliche Drohnen, die man leicht durch ihre größere Erscheinung, plumpere Körperform von den Arbeiterinnen unterscheiden kann. Sie besitzen keinen Stachel und sind darauf spezialisiert, den Pheromonduft junger Königinnen wahrzunehmen, um sich dann im Flug mit diesen zu paaren. Nach der Paarung stirbt der Drohn und die restlichen Drohnen werden im Spätsommer aus dem Stock vertrieben, weil sie nicht mehr benötigt werden.

Unsere Bienen werden in Beuten aus Holz gehalten und sie werden ab Spätsommer mit Zuckerwasser und Bienenfutter durch den Winter gebracht. Im Winter reduziert sich der Stock auf 10 bis 15.000 Bienen. Die Bienen ziehen sich in die Wintertraube zurück. In der Mitte dieser Traube sitzt die Königin, die bei sinkenden Temperaturen das Brutgeschäft einstellt. Die Bienen in der äußeren Schicht der Traube entwickeln den Winter durch mit dem Vibrieren ihrer Flügel Wärme. So herrscht dort immer eine Temperatur von mindestens 30 Grad auch wenn es außerhalb Minusgrade hat. Als Energiequelle für die Herstellung der Wärme wird der Honig, den die Bienen im Sommer und Herbst in den Futterwaben abgelagert haben, verwendet. Aus diesem Grunde füttern wir im Spätsommer mit Zuckerwasser zu. Dieses Futter muss den Bienen bis zum Frühjahr reichen, da eine weitere Fütterung im Winter nicht möglich ist, da die Biene die Traube verlassen müssten und erfrieren würden.
Steigen die Außentemperaturen über 10 Grad, gehen die Bienen nach außen und machen einen kurzen Reinigungsflug, um ihren Darm zu entleeren. Danach bildet sich die Traube wieder neu. Die Bienen sind in der Lage selbst die härtesten Winter zu überstehen.

Honigerzeugung und Ernte
Da wir Honig mit verschiedenen Geschmacksrichtungen herstellen möchten, stellen wir unsere Bienenvölker innerhalb unserer Region an verschiedene Plätze. An manchen Standorten befinden sich vermehrt Obstbäume von Obst- und Waldwiesen, die den Bienen vom Löwenzahn bis zur Apfelblüte alles bieten. An anderen ist es überwiegend die Rapsblüte, die Kirschblüte oder auch die Lindenblüte. 
Damit wir auch den leckeren Waldhonig herstellen können, wandern wir mit unseren Bienen auch in den Schwäbischen Wald.

Neigt sich eine Tracht dem Ende zu, holen wir in den frühen Morgenstunden, die reifen und bereits verdeckelten Waben aus den Beuten. Dies geschieht, bevor die Bienen frischen und zu diesem Zeitpunkt noch zu wasserhaltigen Nektar sammeln und eintragen. 
Wir entfernen dabei vorsichtig die Bienen von den Waben und ersetzen die entnommenen Waben durch unbenutzte.
Anschließend verpacken wir die Waben in Kisten bis zur weiteren Verarbeitung in der Imkerei. Dort entdeckeln wir die Waben mit speziellen Gabeln, um an den flüssigen Honig zu gelangen.
Bei der Herstellung prüfen wir auch mit einem Refraktometer den Wasseranteil des Honigs. Dieser darf die 18% nicht überschreiten, da sonst die Gärung einsetzen könnte.         
Danach wird der Honig geschleudert und mehrfach gesiebt, um Rückstände und Fremdkörper zu vermeiden.
Nach dem Schleudern werden die Waben gesäubert und kommen dann wieder zur weiteren Honigproduktion wieder in die Beuten zurück.
Je nach Honigsorte wird der Honig nun weiter behandelt. Bei cremigem Honig wird er maschinell gerührt, bis die jeweilige cremige Konsistenz erreicht ist.
Danach wird der Honig in unsere Gläser abgefüllt.